55 Jahre          SchachClub Fuldatal          1961-2016

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Schulschach

50-Jahr-Feier

Aus der Jubil├Ąumschronik 2001

1961-1971: Wichtige Ereignisse

In der Schachwelt:

Botvinnik gewinnt die ÔÇ×WM-Revanche" gegen Tal mit 13:8

In der Welt:

Pr├Ąsident Lumumba (Republik Kongo) ermordet

In Deutschland:

05.10.61: Erste Herzschrittmacher-Einpflanzung

In Fuldatal:

Die Schachfreunde Walter Gerhard und Bernd Weber kamen im Sp├Ątsommer 1961 auf die Idee, einen Schachclub zu gr├╝nden. Dazu fertigten sie eine Liste mit Namen derjenigen an, von denen sie wu├čten, da├č sie Interesse am Schachspiel hatten. Diese Leute wurden daraufhin angesprochen und gefragt, ob sie Lust h├Ątten, einem Schachclub beizutreten bzw. einen Schachclub zu gr├╝nden. Es zeigte sich, da├č viele der Angesprochenen Interesse daran hatten, so da├č Walter Gerhard dem damaligen B├╝rgermeister von Simmershausen davon Kenntnis gab. Dieser machte dann durch Aushang in der Gemeinde darauf aufmerksam, da├č am Mittwoch, dem 2. Oktober 1961, das erste Treffen  der  Schachfreunde in Simmershausen im Hotel Rosengarten stattfindet. Durch Zufall gab ausgerechnet einen Tag vor dem ersten Treffen am 2.10.1961 der damalige Landrat des Landkreises Kassel, Herr K├Âcher, in der ÔÇ×Hessischen Allgemeinen Zeitung" bekannt, da├č er die Entstehung von Schachvereinen im Landkreis Kassel f├Ârdern will. Am 2. Oktober 1961 trafen sich nun im Hotel Rosengarten folgende Schachfreunde:

Walter Gerhard, Eugen Leder, Heinz Mackenroth, Erhard Reich, Karl R├Â├čner, Heinrich Seeger, Albert Seeger, Bernd Weber, Otto Weymann

Die Versammlung wurde von Herrn Otto Weymann geleitet. Die wichtigsten Entschl├╝sse, die an diesem Abend getroffen wurden, waren

1. Vorstandswahlen: 1. Vorsitzender:Otto Weymann, 2. Vorsitzender: Walter Gerhard, Kassierer: Bernd Weber
2. Der Verein erh├Ąlt den Namen ÔÇ×Schachclub Schocketal"
3. Festsetzung eines einheitlichen Beitrages von monatlich DM 1,- f├╝r alle Mitglieder
4. Beitritt in den Unterverband.

Zun├Ąchst wurde am Mittwoch als Spielabend festgehalten. Bereits am 9. Okt. 1961 fand im Hotel Rosengarten der erste Spielabend statt. Hier kamen die jugendlichen Schachfreunde Joachim Wallenschu├č und Heinz-Dieter Schmidt dazu. Am 16. Oktober bekam der Schachclub Schocketal Besuch von dem Landrat K├Âcher, dem Vorsitzenden des Schachclubs Vellmar, Herrn Heinrichs -der zusammen mit dem Landrat im Landkreis Kassel Schachclubs gr├╝nden wollte - und des B├╝rgermeisters von Simmershausen, Herrn Wasmuth. Als Geschenk ├╝berreichten sie dem Schachclub drei Schachspiele und der B├╝rgermeister, Herr Wasmuth, noch zus├Ątzlich eine Schachuhr.

Bereits im Jahre 1961 wurde das erste Vereinsturnier gespielt. Leider wurde dieses Turnier - wie auch die in den n├Ąchsten Jahren folgenden - nicht zu Ende gespielt. W├Ąhrend dieses ersten Turniers gab es einen Zwischenfall, als SF Karl R├Â├čner in der  Partie gegen Erhard Reich einen  Magendurchbruch erlitt. Nach l├Ąngerem Krankenhausaufenthalt nahm SF R├Â├čner an den Spielabenden nicht mehr teil. Auch wurden in dieser Zeit bereits die ersten Freundschaftsspiele gegen andere Schachvereine, vornehmlich gegen Vellmar, Sand/Hoof und Kassel-Bettenhausen, durchgef├╝hrt, die aber alle verloren gingen (wenn auch knapp).

In der Zeit von 1961 bis 1964 war Heinz-Dieter Schmidt gew├Ąhlter Schriftf├╝hrer. 1962 wurde Erhard Reich zum Kassierer gew├Ąhlt.

Ab 1962 nahm der Schachciub Schocketal an Meisterschaftsspielen teil, im ersten Jahr gingen - wenn auch knapp - alle Spiele verloren. Dies ├Ąnderte sich jedoch bereits im n├Ąchsten Jahr. Im dritten Spiel dieser Serie w├Ąre dann dem SC beinahe auch der erste Sieg gegl├╝ckt. Dieses Spiel endete jedoch nach 4:3 F├╝hrung Remis, nachdem Otto Weymann ein ihm angebotenes Remis nicht annahm und prompt verlor.

In den n├Ąchsten Jahren konnte man sich im unteren Mittelfeld plazieren. Das beste Ergebnis aus dieser Zeit war mit ausgeglichenem Punktekonto ein Mittelplatz. Im Jahre 1963 wechselte der Schachciub das Spiellokal. Nunmehr wurde nicht mehr im Hotel Rosengarten  sondern im Gasthaus Sch├Ânewald gespielt. Zwischenzeitlich konnte der Verein auch einige Neuzug├Ąnge verzeichnen. U.a. die Herren Franke (Rothwesten), J├╝tte(Simmershausen, verstorben), Freudenstein, Maier, Steinbach und Degenhardt.

Im Jahre 1964 gab es den ersten Todesfall innerhalb des Schachclubs Schocketal. Schachfreund Fahnenschmidt aus Ihringshausen erlag w├Ąhrend eines Spiels einem Herzschlag.

Es kam dann  eine Zeit,  in der immer weniger Spieler an den  Spielabenden teilnahmen.  Die Mitgliederzahi war bedingt durch Todesf├Ąlle (Heinrich Seeger, Justus J├╝tte) und Umz├╝ge (Bernd Weber) r├╝ckl├Ąufig. Nur durch eine Kombination von Schachspielen und Skatspielen konnte der Verein am Leben erhalten werden. Immerhin konnte der Schachclub bis hierhin bereits auf einige Erfolge verweisen. So wurden bei  den  Blitzmeisterschaften  auf der Burg  Sensenstein  durch  Reich, Weymann und W, Gerhard Pl├Ątze unter den ersten zehn erreicht.  Bei einem Blitzturnier in Weimar im Jahre 1966 belegte Walter Gerhard unter 48 Teilnehmern den 2. Platz. In Vellmar belegte Otto Weymann beim Blitzturnier den 2. Platz.

1972: Wichtige Ereignisse:

In der Schachwelt:

Spassky verliert WM-Titel an Fischer -ELO-Wertung offiziell

In der Welt:

Richard Nixon stolpert ├╝ber Watergate

In Deutschland:

20. Olympischen Spiele (M├╝nchen)

In Fuldatal:

28.04.: Dieter Michel wird B├╝rgermeister; im August: Rothwesten kommt zu Fuldatai

Am 29.Februar wurde Heinz-Dieter Schmidt als Nachfolger von Otto Weymann zum 1. Vorsitzenden gew├Ąhlt. Der Verein z├Ąhlte 10 Mitglieder. Es gab eine Clubmeisterschaft und eine Clubblitzmeisterschaft. Im Sommer wurde ein Freundschaftsspiel gegen die Schachfreunde aus Uslar ausgetragen. Wir unterlagen 2,5:7,5. In einem weiteren Freundschaftsspiel gegen die Mannschaft des Kasseler Blindenhundes unterlagen wir mit 1,5:2,5. An den Mannschaftsk├Ąmpfen des Unterverbandes nahmen wir mit einer Mannschaft teil. Im Herbst stellte der Vorsitzende fest, dass noch kein Spiel in der laufenden Saison gewonnen wurde. Einziger Lichtblick: ein 4:4 gegen Borken II. Die Nullnummer der Clubmitteilungen erschien im August. Am 17.10. fand die Jahreshauptversammlung statt, an der sich 10 der 13 Mitglieder beteiligten. Beschlossen wurde die Anhebung des Mitgliedsbeitrages von 1,50 DM auf 2,50 DM. Schul- und Wehrpflichtige sollen beitragsfrei sein. Rentner, in Ausbildung befindliche und ├Ąhnliche sollen 1 DM monatlich zahlen. Einstimmig wurde die Namens├Ąnderung von ÔÇ×Schachclub Schocketal" in ÔÇ×Schachclub Fuldatal" beschlossen. Aus diesem Grund stiftete die Gemeinde Fuidatal, vertreten durch Dieter Michel, den von Otto Weymann angefertigten Pokal ÔÇ×Silberner Springer". F├╝r die Clubturniere wurde ├╝brigens ein Startgeld erhoben (1972: 2 DM). F├╝r 1973 wurde festgehalten, da├č nur geschriebene Partien gewertet werden. Im November besuchte uns Heinrich Borg (SK Hofgeismar). Nach einer Vorf├╝hrung am neu erworbenen Demonstrationsbrett spielte er simultan gegen 9 Mitglieder. Dass nur 9 Mitglieder teilnehmen konnten, lag daran, da├č der Club nur 9 Bretter besa├č. ├ťbrigens lediglich Walter Gerhard kam zu einem Sieg. Im Landkreispoka! kamen wir unter 5 Mannschaften auf den 3. Platz. Am 19. Dezember gab sich die Mitgliederversammlung eine Satzung.

Clubmeister:Fritz Steinbach
Blitzmeister: Walter Gerhard